Balance im Kopf

Das mit der Balance ist ja immer so eine Sache. Bei den Yogi Days durften wir gestern mit der tollen Claudia Uhrig eine Gleichgewichts-Asana praktizieren: Vierfüßlerstand, dann rechter Arm nach vorn und rechtes Bein nach hinten, beide laaang ausgestreckt. Und dieselbe Übung auf der linken Seite. Eine wacklige Angelegenheit. Tendenz zum Umkippen.

Nun kann man ja bekanntlich mit Atmen so einiges bewirken, eben Gleichgewicht in das unselige Ungleichgewicht bringen. Letztendlich aber beginnt und endet die Unsicherheit im Kopf.

Derzeit stecke ich auch im Alltag mittendrin in der Wackelphase. Gestern ein Coaching, morgen der erste größere Auftrag und zwischendurch die Planung von Mailings, der weitere Aufbau der Website und nebenbei noch die zwei- und vierbeinige Familiengang, die einen nicht ganz unwesentlichen Anteil an meinem Leben hat.

Prioritäten setzen, nicht zu viel an Morgen denken. Sich beim Planen maximal auf die nächsten 12 Stunden beschränken und möglichst nicht von äußeren Einflüssen verrückt machen lassen.

Und während ich das hier schreibe, schweife ich schon wieder ab. Was genau steht am Montag noch auf meiner „to do“-Liste? Habe ich für Dienstag schon alles organisiert? Die Einkaufsliste aktualisiert? Wie schnüre ich denn nun meine Angebots-Pakete möglichst transparent und attraktiv?

Stopp. Ich atme ein. Ich atme aus. Suche meine Balance in meinem Kopf. Und betrachte einfach mal nur die unzähligen kleinen und großen Regentropfen auf dem Dachfenster über mir.