Ohne Netz und doppelten Boden

Ab September befinde ich mich quasi im freien Fall. Die sechsmonatige, finanzielle Unterstützung für Existenzgründer ist beendet und das beruhigende Netz unter mir wird endgültig zusammen gerollt. Es ist an der Zeit, mit meinen oft geübten Salti, Flic Flacs, Balancen und manchmal auch nur kleinen Hüpfern in der Arena, vor Publikum und ohne doppelten Boden aufzutreten.

Wie fühlt sich das an? Was habe ich in den vergangenen Monaten gelernt? Reicht es bereits für den öffentlichen Auftritt?

Habe ich genug Selbstvertrauen, Kraft, Energie? Bin ich sicher genug, um die Übungen weiter auszubauen? Sind meine Gedanken stabil? Und vor allem, ist meine Seele ausbalanciert?

Dies und noch mehr geht mir – nicht erst – in den letzten Tagen durch den Kopf. Habe ich den Weg gewählt, der mich meinem Ziel näher bringt? Was ist überhaupt das Ziel? Oder entscheide ich mich vielleicht doch, umzukehren, vom Seil zu springen und den Weg noch einmal von vorn, in eine andere Richtung zu gehen?

Ich habe keine Angst vor Veränderungen. Bin nach wie vor neugierig, was der nächste Moment, der Tag, die nächste Woche und die Zukunft für Möglichkeiten aufzeigen.

Da ist das In-Mich-Hineinhorchen. Hinterfragen. Die Suche nach dem Ankommen. Und merke dann, atmend und reflektiert, wie ich Stück für Stück wachse, lerne und einfach mal zulasse.

Ich sehe zurück auf die hinter mir liegende, aufregende Zeit. Bin gespannt, wie ich zukünftig kleine und große Stolperer, Stürze von “Oh, nein” ins “Ja, doch” verwandeln werde.

Zukunft. Auf was werde ich mich einlassen? Was darf ich lernen? Step by step. Entwicklung. Endlich! Neugierig und mit offenem Herzen das Abenteuer Selbständigkeit weiter leben.

Danke! An alle, die mich auf diesem Weg bisher so wunderbar begleitet, unterstützt haben und auch weiter an mich glauben! 

Here we go, Chaoskicker*

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